Magnesiumbisglycinat und Schlaf: Was eine neue Humanstudie zeigt

Magnesiumbisglycinat und Schlaf: Was eine neue Humanstudie zeigt

Magnesium ist ein essenzieller Mineralstoff mit zahlreichen bekannten Funktionen im menschlichen Körper.

Magnesium trägt unter anderem

  • zu einer normalen Funktion des Nervensystems,
  • zu einer normalen Muskelfunktion,
  • zu einem normalen Energiestoffwechsel,
  • zu einer normalen psychischen Funktion und
  • zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung

bei.

Besonders interessant ist Magnesiumbisglycinat. Bei dieser Verbindung ist Magnesium an die Aminosäure Glycin gebunden.

2025 wurde eine randomisierte, doppelblinde und placebokontrollierte Humanstudie veröffentlicht, die Magnesiumbisglycinat bei Erwachsenen mit selbst berichteter schlechter Schlafqualität untersuchte.

155 Erwachsene, vier Wochen

Insgesamt wurden 155 Erwachsene zwischen 18 und 65 Jahren randomisiert.

Die Interventionsgruppe erhielt täglich: 250 mg elementares Magnesium als Magnesiumbisglycinat

Die Kontrollgruppe erhielt Placebo. Die Einnahme erfolgte über vier Wochen. Als zentraler Messparameter wurde der sogenannte Insomnia Severity Index, kurz ISI, verwendet. Dabei handelt es sich um einen standardisierten Fragebogen zur subjektiv wahrgenommenen Ausprägung von Schlafproblemen.

Was wurde gemessen?

Nach vier Wochen sank der ISI-Wert

  • in der Magnesiumgruppe um 3,9 Punkte,
  • in der Placebogruppe um 2,3 Punkte.

Der Unterschied erreichte knapp statistische Signifikanz. Wichtig für die Einordnung ist jedoch die Effektgrösse: Sie war mit Cohen's d = 0,2 klein. Das bedeutet: Die Untersuchung fand einen statistischen Unterschied zwischen den Gruppen, die Grössenordnung des Effekts war jedoch begrenzt.

Besonders interessant: die Ausgangsversorgung

In einer explorativen Analyse zeigten Teilnehmende mit einer niedrigeren Magnesiumaufnahme über die Ernährung stärkere Veränderungen.

Das ist wissenschaftlich interessant, war jedoch keine primäre Fragestellung der Studie und muss durch weitere Untersuchungen bestätigt werden.

Was die Studie nicht beweist

Aus der Untersuchung lässt sich nicht ableiten, dass Magnesiumbisglycinat

  • Schlafstörungen behandelt,
  • ein Schlafmittel ersetzt oder
  • bei jedem Menschen den Schlaf verbessert.

Die Studie untersuchte vielmehr über vier Wochen einen konkreten Magnesiumbisglycinat-Einsatz bei einer genau definierten Gruppe von Erwachsenen. Auch objektive Untersuchungen im Schlaflabor waren nicht Bestandteil der Studie.

Was bei Magnesium gesichert ist

Unabhängig von dieser einzelnen Schlafstudie sind für Magnesium zahlreiche physiologische Funktionen anerkannt.

Magnesium trägt beispielsweise zu einer normalen Funktion des Nervensystems und zu einer normalen psychischen Funktion bei und hilft, Müdigkeit und Ermüdung zu verringern.

Fazit

Die Studie liefert interessante Human-Daten zu Magnesiumbisglycinat. Sie zeigt einen kleinen, statistisch signifikanten Unterschied bei einem subjektiven Schlafparameter gegenüber Placebo.