Omega-3-Fettsäuren gelten als wichtige Bestandteile einer ausgewogenen Ernährung. Doch wie lange bleiben sie im Körper, wenn wir sie nicht mehr regelmässig aufnehmen? Eine neue kontrollierte Humanstudie vom Oktober 2026 liefert interessante Antworten.
Omega-3 ist nicht gleich Omega-3
Bei Omega-3 denken viele zunächst an Fischöl. Entscheidend sind jedoch vor allem die langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure).
Beide sind Bestandteile unserer Zellmembranen und erfüllen unterschiedliche biologische Funktionen. Während EPA unter anderem im Zusammenhang mit der Bildung verschiedener Lipidmediatoren untersucht wird, ist DHA besonders wichtig für die Struktur von Zellmembranen, etwa im Gehirn und in der Netzhaut.
Doch was geschieht, wenn wir Omega-3 über einige Wochen einnehmen und danach wieder absetzen?
Neue Humanstudie: Vier Wochen EPA – vier Wochen Pause
Am 21. Oktober 2026 wurde im Journal of Lipid Research eine randomisierte, doppelblinde und placebokontrollierte Studie mit 48 gesunden Erwachsenen veröffentlicht.
Die Teilnehmer erhielten vier Wochen lang entweder:
-
3'000 mg reines EPA täglich
-
oder Maisöl als Placebo.
Anschliessend folgte eine vierwöchige Phase ohne Supplementierung.
Die Wissenschaftler untersuchten die Fettsäurezusammensetzung der roten Blutkörperchen. Besonders interessant war dabei der Omega-3-Index, der den Anteil von EPA und DHA an den Fettsäuren der Erythrozytenmembranen beschreibt.
Das Ergebnis: Omega-3 verändert sich – auch nach dem Absetzen
Nach vier Wochen EPA-Supplementierung zeigten sich deutliche Veränderungen:
1. EPA und Omega-3-Index stiegen an
Der EPA-Anteil in den roten Blutkörperchen nahm signifikant zu. Gleichzeitig erhöhte sich der Omega-3-Index.
2. Das Omega-6-/Omega-3-Verhältnis sank
Die Fettsäurezusammensetzung verschob sich zugunsten der Omega-3-Fettsäuren.
3. Nach dem Absetzen gingen die Werte teilweise zurück
Vier Wochen nach Beendigung der Supplementierung hatten sich EPA und Omega-3-Index teilweise wieder in Richtung ihrer Ausgangswerte bewegt.
Interessanterweise blieb jedoch DPA (Docosapentaensäure), eine weitere Omega-3-Fettsäure, auch nach vier Wochen ohne Supplementierung erhöht.
Das zeigt: Verschiedene Omega-3-Fettsäuren verhalten sich im Stoffwechsel unterschiedlich. Ihre Veränderungen nach der Einnahme und nach dem Absetzen verlaufen nicht unbedingt gleich schnell.
Was bedeutet das für die tägliche Omega-3-Versorgung?
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die Fettsäurezusammensetzung unserer Zellmembranen dynamisch ist und auf die Zufuhr bestimmter Fettsäuren reagiert.
Werden Omega-3-Fettsäuren regelmässig aufgenommen, kann sich ihr Anteil in den roten Blutkörperchen verändern. Wird die zusätzliche Zufuhr beendet, können sich diese Werte wieder zurückentwickeln.
Wichtig: Die Studie beweist nicht, dass Omega-3 täglich supplementiert werden muss. Sie zeigt vielmehr, wie sich bestimmte Blutmarker während und nach einer gezielten EPA-Supplementierung verändern.
Auch wurden keine direkten gesundheitlichen Auswirkungen wie Herz-Kreislauf-Ereignisse oder kognitive Leistungen untersucht.
Fischöl oder Algenöl – macht das einen Unterschied?
EPA und DHA können sowohl aus Fischöl als auch aus bestimmten Mikroalgen gewonnen werden. Chemisch handelt es sich dabei um dieselben Fettsäuren.
Das VitaRex Omega-3 Algenöl von Swiss Mountain verwendet beispielsweise DHA- und EPA-reiches Öl aus der Mikroalge Schizochytrium sp.
Eine Tagesportion von 5 ml liefert:
| Inhaltsstoff | Menge |
|---|---|
| Omega-3 gesamt | 2'200 mg |
| DHA | 1'351 mg |
| EPA | 672 mg |
| DPA | 116 mg |
Das Algenöl ist damit deutlich DHA-betonter als die reine EPA-Supplementierung der aktuellen Studie.
Die Studienergebnisse lassen sich deshalb nicht direkt auf die konkrete VitaRex-Formulierung übertragen. Sie liefern jedoch wertvolle Erkenntnisse zum Stoffwechsel von EPA und anderen Omega-3-Fettsäuren.
Fazit: Omega-3 ist kein statischer Speicher
Die neue Humanstudie zeigt, dass bereits vier Wochen mit reinem EPA die Fettsäurezusammensetzung roter Blutkörperchen messbar verändern können.
Nach dem Absetzen entwickelten sich einige Werte teilweise zurück, während andere Veränderungen länger bestehen blieben.
Die zentrale Erkenntnis: Nicht alle Omega-3-Fettsäuren verhalten sich im Körper gleich – und die aktuelle Zufuhr kann die Zusammensetzung unserer Zellmembranen beeinflussen.
Für die langfristige Versorgung bleibt deshalb eine regelmässige Aufnahme von EPA und DHA über die Ernährung oder geeignete Nahrungsergänzungen ein sinnvoller Ansatz, sofern die individuelle Ernährung nicht bereits ausreichend davon liefert.
Wissenschaftliche Quelle
Li J. et al. (2026): Effect of Pure EPA on Erythrocyte Membrane Fatty Acids During Supplementation and Washout: A Randomized Controlled Trial.
Journal of Lipid Research, 21. Oktober 2026.
DOI: 10.1016/j.jlr.2026.101176
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VitaRex Omega-3 Algenöl – 2'200 mg Omega-3 aus Mikroalgen
Hinweis: Die beschriebene Studie untersuchte reines EPA und nicht das VitaRex Omega-3 Algenöl. Die Ergebnisse sind nicht als produktspezifischer Wirksamkeitsnachweis zu verstehen.